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Geistige und Körperliche Behinderung

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1. BEHINDERUNGEN IM ALLGEMEINEN (Aufgaben 1 und 5)

Die sozialen und personalen Beeinträchtigungen in Folgen von Schädigung werden als Behinderung bezeichnet. Eine Schädigung ist jede Abweichung eines Individuums von funktionalem oder körperlichen Durchschnittsnormen. Im Gegensatz zur Krankheit bezeichnet Schädigung einen nicht umkehrbaren Zustand. Behinderungen können verschieden gegliedert werden, und eine davon ist zum Beispiel die der Heilpädagogik. Diese unterscheidet folgende Behinderungsgrade:
Bei geistiger Behinderung liegen Störungen im Zentralnervensystem vor und körperlich behindert ist, „wer in Folge einer Schädigung der Stütz- und Bewegungsorgane in seiner Daseinsgestaltung stark beeinträchtigt ist.“ (nach Schönberg) Die geistige Behinderung wird in drei Schweregrade unterschieden: Debilität (die leichtere), Imezillität (die mittelschwere) und Idiotie (die schwere Form von Schwachsinn).


2. URSACHEN VON BEHINDERUNGEN (Aufgabe 2)

Angeborene Behinderungen, wie zum Beispiel Mongolismus, entstehen durch Störungen in der DNS, den Chromosomen oder Genen. Dies sind genetisch bedingte Ursachen der Behinderungen. In den drei Phasen, pränatale Phase, perinatale Phase und postnatale Phase, können durch organisch-escogene Ursachen (äußere Faktoren) Behinderungen auftreten. Schädigungen eines Organs oder von ganzen Organsystemen ist auch darauf zurückzuführen. So können zum Beispiel während der Schwangerschaft (pränatale Phase) Infektionserkrankungen, wie beispielsweise Röteln, Blutgruppenunverträglichkeit und ungewöhnlich kurze (unter 37 Wochen) beziehungsweise langen (über 42 Wochen) Schwangerschaften zur Behinderung des Neugeborenen führen. Ursachen für mögliche Behinderungen während der Geburt (perinatale Phase) können Frühgeburten sein, wo die Säuglinge unter 2500g wiegen. Es zählen auch Komplikationen wie Steißbeinlage, Mehrlingsgeburten, Verengung des Geburtskanals und Atemnot des Kindes hinzu. Auch nach der Geburt (postnatale Phase) sind Ursachen vorhanden die zu Behinderungen führen können.
Einige Beispiele sind: Hirnhautentzündung, schwere Unfälle, Ernährungsstörungen sowie psychische Kindesmißandlung.
Ein großer Teil der Behinderungen hat seine Ursachen in Schädigungen des Kindes während und nach der Geburt.


3. ALBINISMUS (Aufgabe 3)

3.1. MOTIVATION DES BEGRIFFS „ALBINISMUS

(Albinismus: lat. albus = weiß)
Albinismus ist der Überbegriff für eine Gruppe angeborener Stoffwechselerkrankungen, die mit einer Verminderung von Farbstoff (Pigment, Melanin) entweder in Haut, Haaren und Augen oder nur in den Augen einher geht. Prinzipiell unterscheidet man Formen mit generalisierter Beteiligung (OCA: okulokutaner Albinismus, hier sind Haut, Haare und Augen betroffen) und nur okulärer Beteiligung (OA: okulärer Albinismus, nur Augen betroffen). Bei den generalisierten, okulokutanen Formen sind die Betroffenen oft hellhäutig und weiß- oder hellhaarig.


  
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